Remo setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Menschen in Not zu helfen und ihnen durch seine Erfahrungen beizustehen.
Offene, ehrliche Dialoge sind der Schlüssel zu erfolgreichen Beziehungen und gemeinsamem Wachstum.
Remo glaubt an die Kraft der unterschiedlichen Perspektiven und die Stärke der Gemeinschaft.

Wenn Hilfe Ankommt
Ein weiterer Fall – jahrelange Vernachlässigung
Ein besonders trauriges Beispiel für Vernachlässigung innerhalb der ghanaischen Gesellschaft:
Dieses Mädchen lebte fast ihr gesamtes Leben in einem sehr kleinen, verschmutzten Raum. Dort wurde sie von ihrer Mutter und anderen Familienmitgliedern untergebracht.
Sie hat einen jüngeren Bruder, der nicht behindert ist. Die Mutter verfügt über kaum oder gar kein Einkommen – ebenso wie der Rest der Familie.
Auch hier waren die Lebensumstände geprägt von Mangel: wenig Nahrung, kaum Unterstützung, täglicher Kampf ums Überleben.
Das Mädchen ist seit früher Kindheit teilweise gelähmt und in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt.
Aufgrund ihrer Behinderung wird sie häufig ausgegrenzt – selbst innerhalb der Familie.
Als wir sie fanden, arbeiteten wir gemeinsam mit einer Organisation in Bolgatanga daran, die Situation für sie, ihre Mutter und ihren Bruder zu verbessern. Ziel war auch hier: wenigstens ein Mindestmaß an Lebensqualität zu schaffen – mehr als das, was sie zuvor hatten.


Wenn Hilfe Ankommt
Kwasi
(er verstarb Mitte 2014 im Alter von nur 23 Jahren)
Kwasi lebte nahezu sein gesamtes Leben in einer kleinen Hütte, in die ihn seine Familie gebracht hatte. Seine Mutter starb einige Jahre zuvor an HIV und hinterließ ihn und seine zwei Schwestern.
Die ältere Schwester kümmerte sich so gut es ging um ihn, verließ die Familie jedoch später, um in Kumasi (Ashanti-Region in Ghana) Arbeit zu finden.
Zurück blieb Kwasi mit seiner jüngeren Schwester. Sie hatte täglich die Aufgabe, sich um ihn zu kümmern, ihn zu reinigen und ihm das wenige Essen zu geben, das verfügbar war.
Da Kwasi bereits in jungen Jahren teilweise gelähmt war, war seine Bewegungsfähigkeit extrem eingeschränkt.
Als wir ihn fanden, arbeiteten wir gemeinsam mit der Organisation AfriKids in Bolgatanga daran, ihm zumindest eine grundlegend bessere Lebenssituation zu ermöglichen. Wenn schon kein normales Leben – dann wenigstens etwas mehr Lebensqualität als zuvor.



Wenn Hilfe Ankommt
Kwasis jüngere Schwester (heute 26 Jahre alt)
Auch sie verbrachte fast ihr gesamtes Leben in einer kleinen Hütte, in die sie gemeinsam mit ihrem Bruder von der Familie gebracht wurde. Nach dem Tod der Mutter blieben drei Kinder zurück: Kwasi, seine ältere Schwester und sie.
Die ältere Schwester unterstützte beide zunächst, verließ die Familie jedoch später ebenfalls in Richtung Kumasi, um Arbeit zu finden.
Damit waren die beiden im Grunde auf sich allein gestellt.
Die jüngere Schwester übernahm die tägliche Versorgung: Reinigung, Pflege und das Verteilen der wenigen vorhandenen Lebensmittel.
Wie Kwasi ist auch sie von einer Behinderung betroffen. Zwar kann sie laufen, doch ihre Einschränkung führt dazu, dass sie oft ausgegrenzt wird – sogar innerhalb der eigenen Familie.
Als wir sie fanden, arbeiteten wir – erneut gemeinsam mit einer Organisation in Bolgatanga – daran, ihre Lebenssituation zu verbessern und ihr zumindest ein Stück mehr Würde und Lebensqualität und auch eine Schule zu ermöglichen.